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Wy wullen alle vrolick syn. Kloster Ebstorf

Wy wullen alle vrolick syn. Kloster Ebstorf Ensemble devotio moderna, Ulrike Volkhardt

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Wy wullen alle vrolick syn
Musik der Heideklöster: Kloster Ebstorf

Ensemble devotio moderna, Ulrike Volkhardt

Schola und Ensemble "devotio moderna" beleben die Musik der norddeutschen Heideklöster neu. Das Studium der Originalquellen vor Ort, die Konsultation von Spezialisten aus Musik, Sprach und Sprechwissenschaften, von Instrumentenkundlern und bauern sowie (Kunst)Historikern und Archivaren dient dazu, alle sicherbaren Erkenntnisse zu gewinnen. Diese können aber nur ein unvollständiges Bild der Musizierpraxis geben, da die Überlieferung im Klosterleben durch praktisches Tun, also größtenteils mündlich erfolgte. Die Notenschrift bildete nur die Melodien der Gesänge ab (nicht die Aufführungspraxis), Musikdarstellungen in Form von Bildern schmückten die Handschriften und geben keinen direkten Aufschluss über Einsatz und Spielweise. Die unterbrochene praktische Überlieferung muss also heute durch kreatives Nach und Neuempfinden ersetzt werden. Schola und Ensemble "devotio moderna" tun dies mit mehr und weniger geschulten Stimmen (so wie es sicher auch in den Konventen der Fall war) und eigens für das Ensemble auf der Basis von Abbildungen aus den Klöstern nachgebauten Instrumenten. Die Kraft der Musik als Element in den norddeutschen Klöstern gelebter und auch heute aktueller Spiritualität wird so wieder hör und erfahrbar.

In der im Kloster Ebstorf erhaltenen Musik wird die Kraft der mittelalterlichen Mystik intellektuell wie sinnlich erfahrbar: Subtile lateinische Texte zum Einen, intensive Melodien, die einen enormen Tonumfang haben und so Höhen und Tiefen menschlichen (Er)Lebens geradezu körperlich erfahrbar machen zum Anderen. Ebstorf ist bekannt für ein sehr hohes geistiges Niveau seiner Schülerinnen und Konventualinnen: Die fließende Beherrschung der lateinischen Sprache in Wort und Schrift war u.a. Voraussetzung für die Aufnahme in das Kloster. Bekannte Lieder aus dem Ebstorfer Liederbuch, wie etwa das berühmte und auch andernorts erhaltene "Maria zart", erscheinen so neben den fast überwiegend lateinischen Gesängen in neuem Licht: Nicht schlichte Frömmigkeit wurde in Ebstorf durch die Musik ausgedrückt, sondern das Streben nach der "unio mystica", dem Aufgehen im Transzendenten durch Übung in Meditation und Spiritualität auf hohem Reflexionsniveau. Ein erhaltenes prächtiges "Tonar" (Lehrwerk zur Musik) bezeugt die Bedeutung der musikalischen Ausbildung im Kloster Ebstorf. Die äußerst expressive Symbolik, etwa in "Jesu Leib als Harfenspiel" oder "Veniens a Lybano" wie auch die wunderbaren musikalischen Beschreibungen der unterschiedlichen Funktionen der Engel zeigen den großen emotionalen Reichtum innerhalb der scheinbar strengen Formen der Gesänge. Die Musik aus Ebstorf tritt so ebenbürtig neben die erhaltenen Kunstschätze.

 


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