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C21324 Heinrich Schütz: Symphoniae sacrae 2 - Cantate Musicaphon Records

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Heinrich Schütz: Symphoniae sacrae 2

Elilsabeth Speiser, Sopran
Maureen Lehane, Alt
Hans Joachim Rotzsch, Kurt Huber, Tenor
Wilhelm Pommerien, Bass
Instrumentalensemble, Helmuth Rilling

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Unter dem Titel „Symphoniae sacrae" hat Heinrich Schütz insgesamt drei größere Sammlungen von geistlichen Vokalwerken veröffentlicht, die sich von seinen 1636 und 1639 erschienenen „Kleinen geistlichen Konzerten“ für eine und mehrere Singstimmen mit Generalbaß vor allem dadurch unterscheiden, daß diese Besetzungen durch obligate Melodieinstrumente erweitert sind. Für den 1650 gedruckten III. Teil der „Symphoniae sacrae“ hat Schütz außerdem die Verstärkung durch vokal-instrumentale Complementchöre in das Belieben der Ausführenden gestellt. Der I. Teil erschien 1629, noch während Schützens zweitem Studienaufenthalt n Venedig. Besteht diese Sammlung ausschließlich aus Konzerten über lateinische Texte, so bezeichnet die 1647 erschienene „Symphoniarum Sacrarum Secunda Pars" (op. 10), der die acht Stücke der vorliegenden Auswahl entnommen sind, die endgültige Hinwendung zur deutschen Sprache, zumindest im Rahmen von Schützens großen Sammelpublikationen, Außerdem hat Schütz das bunte, ein- bis vierstimmige obligate Instrumentarium des I. Teils in den beiden Schwesterwerken auf zwei Violinen „oder derogleichen“, d.h. auf Instrumente von entsprechendem Tonumfang, reduziert. Der II. Teil enthält 27 Konzerte für eine bis drei Singstimmen; sie sind nach Zunahme der Stimmenzahl angeordnet, so daß sich eine Einteilung in 12 Solokonzerte, 10 Duette und 5 Terzette ergibt.
Wenn Schütz sich den neuen italienischen Stil im I. Teil der „Symphoniae sacrae' noch nicht in vollem Umfang angeeignet hat, so hat er die Reserve im „Opus Decimum" aufgegeben. Hier sind die neuen Stil­mittel, wie monodische Deklamation, virtuoser Sologesang und die vom vokalen Vorbild emanzipierte Behandlung der Instrumente übernommen, mit dem deutschen Erbe zu einer ganz persönlich geprägten Synthese verschmolzen und damit einer tiefgründigeren Wortausdeutung dienstbar gemacht worden, als die Italiener es vermocht hätten. Das gilt nicht zuletzt für die Rezeption des von Claudio Monteverdi als ein Mittel zur Darstellung seelischer Erregung und kriegerischer Affekte eingeführten Stile concitato.

Dies ist die Wiederveröffentlichung einer 1966 bei Musicaphon erschienenen Aufnahme
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