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Zebrowski und Kobierkowicz
Marcin Jozef Zebrowski: Magnificat
Jozef Kobierkowicz: Ego Mater
Madrigalisten
Warschauer Kammerorchester
Musicae Antiquae Collegium Varsoviense
Stefan Sutkowski
Cantate C26018 (Streaming/Download)
Marcin
Józef
Żebrowski
gehört zu den weniger bekannten polnischen Komponisten. Die
bisherigen und leider nur spärlichen Angaben über Leben und
Tätigkeit dieses Komponisten verdanken wir den Forschungen von R.
Heising und P. Podejko.
M.
J. Żebrowski wurde Anfang des 18. Jahrhunderts geboren. In
Czestochowa finden sich erste Spuren seiner musikalischen Tätigkeit.
In den Jahren 1748-1765 und 1780 war er Mitglied der Kapelle im
dortigen Kloster auf dem „Hellen Berge“ (Jasna
Góra) und
wirkte hier als Sänger, Geiger, Lehrer und Komponist. Sein bis heute
bekanntes Schaffen umfasst
zweiunddreißig Werke, neunundzwanzig Kompositionen sind in
Częstochowa,
zwei in Szalowa und eines in Gidle erhalten geblieben. Das Autograph
des Magnificat
befindet sich in der Bibliothek des Paulinerordens in Częstochowa
(ohne Signatur). Es enthält achtundzwanzig Blätter und trägt auf
dem Titelblatt folgende Aufschrift:
Magnificat
/al Canto, Alto, Tenors, Basso, / Due Violini, Due Corni / Alto Viola
e Organo. / da auth: Martino Giuseppe Ziebrowski / Pro Choro C.M.C.
Das
Werk besteht aus dreizehn Teilen und bildet eine große Kantate
in Versform. Das Gloria
Patri
und Sicut
erat
knüpfen thematisch an das einleitende Magnificat
an. Jan
Wecowski
Józef
Kobierkowicz war bis vor kurzem nur dem Namen nach bekannt und seine
Werke nur aus den in alten Inventaren angegebenen Titeln. 1959
wurden von W. Świerczek
in der Bibliothek des Seminars in Sandomierz zwei seiner
Kompositionen entdeckt: Ego
Mater pulchrae dilectiones
und Justus
ut palme florebit. Ihnen
folgten noch zehn weitere Werke aus dem Archiv des Paulinerordens in
Częstochowa.
Über den Komponisten selbst ist nur überliefert, dass
er in den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts als Organist im
Kloster auf dem „Hellen Berge“ in Częstochowa
tätig war. Das Autograph besteht aus elf Blättern und enthält
folgende Aufschrift: Motetto
de B.
V. Maria
Ego Mater pulchrae Dilectionis / à
7 / Canto Alto Ten: Basso
/ 2 Violini:
Violin / et Basso Viola / Authore D. losepho Kobierkowicz
/ Ex Chartis Thomas losephi Zerkowski / 1740.
Das Werk ist in Form einer Kirchenkantate komponiert, im Schaffen der
polnischen Komponisten des 18. Jahrhunderts außerordentlich populär,
und besteht aus drei Teilen: Ego
Mater
(Allegro moderato) für
Sopran,
Alt, Violine I, II, B.c., In
me gratia
(Adagio) für
Alt,
Violine, B.c. und
Surge
(Presto) für
Sopran,
Alt, Tenor, Baß, Violine I, II, B.c.