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C27607 Zimmermann und Barbe: Geistlich Werke - Cantate Musicaphon Records

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Heinz Werner Zimmermann und Helmut Barbe

Zimmermann: Psalmkonzert
Barry McDaniel, Bariton
Barbe: Canticum Simeonis
Helmut Krebs, Tenor
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Chor der Christuskirche Karlsruhe
Klaus Martin Ziegler
Cantate C27607 (Streaming/Download). Aufnahme von 1962
Das hier vorgelegte Psalmkonzert verrät nicht nur durch die Eigenart seines Instrumentariums, dass es Anregungen der Jazz­musik auf greift. Das heißt noch nicht, dass es als Jazzmusik anzusprechen wäre. Vergeblich würde man in ihm nach im­provisierten Partien suchen, wie sie für den Jazz charakte­ristisch sind; die Wertansprüche der evangelischen Kirchen­musiktradition verbieten jede Nachlässigkeit im Kompositori­schen. Zudem ist dies Psalmkonzert eine Chorkantate, und die Chorkomposition stellt weitere Ansprüche, durch die sich der Unterschied zu einem Instrumentalstil wie dem Jazz noch ver­tiefen muss Warum dann überhaupt Anregungen aus der Jazz­musik? Weil ein Komponist unserer Tage sich die Ohren ver­stopfen müsste, um von ihr nicht angeregt zu werden. Weil sie eine neue Musik ist, fähig, auch die musikalische Überlieferung in sich aufzuheben; weltliche Instrumentalmusik, jedoch ent­sprungen aus der geistlichen Vokalmusik der Spirituals. Und weil sie die einzige neue Musik ist, die noch zu jauchzen versteht.
Heinz Werner Zimmermann
In diesem Konzert interpretieren Chor und Solotenor den Lob­gesang des greisen Simeon. Aus dem Grundinhalt des Textes ‒ Freude über den Mensch gewordenen Gottessohn, Friede, Stille und Abgeklärtheit ‒  ergibt sich das ruhige Zeitmaß und das piano, das das Stück von Anfang bis zum Schluss beherrscht. Den meist schwebenden, zarten Klängen des Streichorchesters setzt die Sologruppe des Orchesters, Celesta, Orgel und Schlag­werk, zu der sich zeitweilig auch ein Kontrabass gesellt, Lichter und Akzente auf. Im zweiten Teil des Konzertes klingt der Choral „Mit Fried und Freud ich fahr dahin" im Originalsatz von Johann Sebastian Bach in das serielle Tongefüge hinein.
Helmut Barbe
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