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Neue Orgelmusik auf Elektronenorgeln
Werke von Yun, Ligeti, Hambraeus, Haller, Micheelsen
Peter Schumann und Josef Michel, Elektronenorgel
Cantate C28229 (Streaming/Download)
Wenn die neue Musik seit etwa 15 Jahren in besonderem Maße die Aktivität und Kreativität des Interpreten fordert, so gilt das in ausgeprägter Weise für die Orgelmusik.Denn hier ist die Wahl des Instrumentes von großer Bedeutung, was in der älteren Musik bereits in der Diskussion um die historischen Orgeln deutlich wird; jede Orgel, im Gegensatz etwa zu einem Streichinstrument oder Klavier, bringt bereits ganz bestimmte klangliche Voraussetzungen mit, und dadurch wird auch jede Interpretation auf einer Orgel zu einer Interpretation des Instrumentes. Für die neue Musik eröffnet die Elektronenorgel neue Perspektiven, weil hier z. B. dynamische Klangstrukturen in einer Weise realisiert werden können, wie das auf der Pfeifenorgel hier nicht möglich ist, wobei es bei der Elektronenorgel nicht darum geht, die traditionelle Pfeifenorgel zu imitieren. So haben sich denn auch die Komponisten der eingespielten Stücke dem Interpreten gegenüber zustimmend und anerkennend zu den Aufnahmen geäußert. In der Improvisation werden zwei Instrumente klanglich gegenübergestellt. Hier reagiert der eine Spieler jeweils auf das zuvor von dem anderen Gespielte, so daß sich als Binnenstruktur kleine Elemente ergeben, die von einzelnen, zartesten Pianissimo-Tönen bis zum vollklingenden Tutti beider Instrumente reichen. Die Aufnahme entstand 1971 noch auf Orgeln in Röhrentechnik.