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Georg Friedrich Händel: Drei Orgelkonzerte
Konzert Nr. 9 B-Dur op. 7,3
Konzert Nr. 5 F-Dur op. 4,5
Konzert Nr. 13 F-Dur
Albert de Klerk, Orgel
Amsterdamer Kammerorchester, André Rieu
Musicaphon M20708 (Streaming/Download)
„Man muß zugeben, daß dies nicht der wahre Orgelstil war, den ein tiefer Kenner der Musik bewundern würde, ... aber die volle Harmonie der Instrumente im Kontrast zu den sprechenden Solopassagen, die in sie eingebettet waren, die Kadenzen verzögerten und das Ohr in köstlicher Spannung hielten, hatte eine wunderbare Wirkung.“ Diese Worte des ersten Musikhistorikers seiner Zeit, Sir John Hawkins, zeigen einiges vom Wesen der Händelschen Orgelmusik und ihrer Wirkung auf seine Zeitgenossen. Sie machen auch gleichzeitig klar, daß vor allem Händels Orgelschaffen, gebunden an sein bewundertes Orgelspiel, ganz auf die Resonanz seiner Zuhörer abgestellt war. Es war die musikalische Substanz, der große nach außen gewandte Stil des strömenden Musizierens, die einprägsame Melodik, die damals und heute Händels Orgelkonzerte unverbraucht erscheinen lassen.
Die Entstehung der Orgelkonzerte ist eng mit der Entwicklung des Händelschen Oratorium verbunden. Nach Hawkins Angaben begann Händel bei der Aufführung der Deborah und der Esther in den Zwischenakten der Oratorien eigens für diesen Zweck komponierte Orgelkonzerte zu spielen. Über die Aufführungspraxis schreibt wiederum Hawkins: „Gab er (Händel) ein Orgelkonzert, so war es gemeiniglich sein Verfahren, dasselbe einzuleiten mit einem freien Solo in den 8’ Registern, das die Hörer durch seine feierliche Ruhe langsam in den Bann zog. Die Harmonien dicht gesetzt und so voll es nur auszudrücken möglich war, die einzelnen Perioden erstaunlich kunstvoll miteinander verbunden, wobei dennoch das Ganze vollkommen verständlich blieb und den Anschein einer großen Einfachheit hatte... Einem solchen Praeludium folgte sodann das Concerto selbst, welches er mit einem Grade von Geist und mutiger Sicherheit ausführte, dem niemals einer gleichzukommen sich vermaß.“