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M21303 Krenek: Lamentatio Jeremiae Prophetae - Cantate Musicaphon Records

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Ernst Krenek

Lamentatio Jeremiae Prophetae
N.C.R.V. Vocaal Ensemble, Marinus Voorberg
Musicaphon M21303 (Streaming/Download)
Emst Krenek schrieb seine „Lamentatio Jeremiae Prophetae“ im Jahre 1941 in Amerika, mitten im Krieg also, zu einem Zeitpunkt, da sich das Bild Europas immer mehr zu verfinstern begann. So wurden die Klagelieder des Propheten Jeremia um das zerstörte Jerusalem (Kap. 1,1-14; Kap. 2, 8-15; Kap. 3,1-9, 22-30; Kap. 4,1-6; Kap. 5,1-11) für den Komponisten zu einer weit über alles Persönliche hinausgehenden Besinnung und inneren Auseinandersetzung mit dem, was damals in seiner europäischen Heimat geschah. Die hohe Geistigkeit und Strenge des Werkes zeigt sich schon in seiner Struktur und Technik, in der Elemente der Zwölftontechnik mit denen des gregorianischen Chorals und der altniederländischen Polyphonie vereinigt erscheinen. Erst 15 Jahre nach ihrer Entstehung, beim zehnten Heinrich-Schütz-Fest der Neuen Schütz-Gesellschaft in Düsseldorf (1956), gelangten auf Anregung von Gerhard Schwarz verschiedene Teilabschnitte der „Lamentatio“ zur ersten europäischen Aufführung, interpretiert durch den Chor der Kirchenmusikschule Dresden unter der Leitung von Martin Flämig.
Die denkwürdige Uraufführung des Gesamtwerkes fand dann im Jahre 1958 anlässlich der „Kasseler Musiktage“ statt, gesungen vom N.C.R.V. Vocaal Ensemble unter seinem Leiter Marinus Voorberg. Zum ersten Mal seit der Vernichtung des Kasseler Stadtzentrums 1943 konnte bei den schon ab 1933 jährlich durchgeführten „Kasseler Musiktagen" die neu erstandene Hauptkirche der Stadt, die St. Martinskirche, aus Anlaß dieser Uraufführung wieder benutzt werden.
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