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Hindemith und Jenner
Paul Hindemith: Konzert für Violoncello und Orchester Es-Dur op. 3
Gustav Jenner: Serenade für Orchester A-Dur
Angelica May, Cello
Orchester des Staatstheaters Kassel
Orchester des Staatstheaters Kassel
James Lockhart
Musicaphon M21711 (Streaming/Download)
Die vorliegende Produktion bringt die Ersteinspielungen zweier Werke, die über sechs Jahrzehnte gleichsam verschollen waren und am 20. Juni 1977 in dem Jubiläumskonzert zur 450-Jahr-Feier der Philipps-Universität Marburg, auf Veranlassung des Marburger Musikwissenschaftlers Horst Heussner, zum ersten Mal wieder der Öffentlichkeit vorgestellt wurden: Das 1916 uraufgeführte, dann nie wieder gespielte Konzert für Violoncello und Orchester Es-dur opus 3 von Paul Hindemith und die Serenade für Orchester von Gustav Jenner entstanden in den Jahren 1911/12.
Der Reiz einer Gegenüberstellung beider wiederentdeckten Werke liegt auch darin, dass diese so unterschiedlichen Kompositionen zwei Spielarten eines ähnlichen Versuches darstellen: An der Schwelle einer neuen Zeit mit grundlegend anderen Klangvorstellungen wurde noch einmal die stilistische Entwicklung der deutschen Musik im 19. Jahrhundert zusammengefasst und in durchaus eigenständiger Weise reflektiert. Bei Jenner geschah dies als Summe langer kompositorischer Erfahrung, bei Hindemith als Quintessenz lernender Aneignung. Ende dort, Anfang hier.