M55723 - Cantate Musicaphon Records

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Cembalo Avantgarde

Violeta Dinescu: Prelude
Hans Werner Henze: 2 Sonaten über Gestalten von Shakespeare
Peter Heeren: Stücke für Cembalo 1-5
John Patrick Thomas: Eloge Nr. 2 · Imaginary Dances
Anders Eliasson: Disegno
Isang Yun: Shao Yang Yin
Roderick de Man: Chordis Canam

Kristian Nyquist, Cembalo

Teilweise Ersteinspielung


Zeitgenössische Musik für Cembalo? Bis weit in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts hinein war es das Cembalo, welches an vorderster Front als Klangkörper für experimentelles und avantgardistisches diente: die Toccaten Frescobaldis, Préludes- non-mesurés von Louis Couperin, das „Wohltemperirte Clavier“ J.S. Bachs, Domenico Scarlattis Sonaten seien als „berühmtere“ Beispiele genannt. Spätestens mit der Generation um Beethoven hatte sich für diese Aufgabe dann der „moderne“ Hammerflügel als Tasteninstrument  durchgesetzt. Haydn erwarb erst 1788 für sich ein Fortepiano, komponierte und konzipierte also bis dato seine Sonaten am Cembalo und von Mozart wissen wir, dass er bis zu seinem Tode auch einen „Kielflügel“, mit dem er seit seiner Kindheit vertraut war, ausdrücklich zum „fantasieren“, besaß.    
Mit der Renaissance des Cembalos gegen Ende des 19. Jhd. erwachte auch allmählich das Interesse lebender Komponisten für dieses Instrument. Ein erster Höhepunkt war in den 1920er Jahren erreicht, als Manuel de Falla und Francis Poulenc mit ihren jeweiligen Konzertstücken die ersten bedeutenden Werke schufen, In Auftrag gegeben von Wanda Landowska. Deren Offenheit für  „ihre“ zeitgenössischen Komponisten ist beispielhaft und steht für die schier grenzenlosen Möglichkeiten einer fruchtbaren Verbindung des vermeintlich „alten“ Instrumentes mit „neuer“ Musik.
Erfreulicherweise wird weiterhin fleißig für dieses „alte“ Instrument komponiert. Die auf dieser CD zu erlebende Darbietung eines Rezitals im Jahr 2004 soll die Lebendigkeit sowie Aktualität neuer Cembalomusik dokumentieren, auch wenn seinerzeit das neueste Stück aus dem Jahr 1999 stammte. Daneben stand die Idee im Vordergrund, Werke verschiedenster Stile vorzustellen.
CANTATE und MUSICAPHON sind Label des KLASSIK CENTER KASSEL
Glöcknerpfad 47, D-34134 Kassel
Tel. +49 561 93514-0, Fax 9351415
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